Klassische Homöopathie (nach Hahnemann)
Die Homöopathie findet Anwendung bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Krankheiten. Der Homöopath widmet sich der Be- handlung des gesamten Menschen, nicht nur der Behandlung der Krankheit. Von größter Wichtigkeit ist das subjektive Empfinden des Patienten.
Das Heilverfahren geht auf Dr. Samuel Hahnemann zurück. Er stellte fest, das durch hohe Verdünnungen von Pflanzen und Substanzen eine geniale Heilwirkung zu erzielen war, durch die Umwandlung der Substanz in eine energetische Form.
Die homöopathische Anamnese
ist eine umfassende Befragung. Wichtig ist
• jedes Detail des individuellen Krankheitsfalles
(Lokalisation, Empfindung, Ursache, Besserung oder
Verschlechterung wodurch, Begleitsymptome)
• die gesamte Krankheitsentwicklung
• die Körperfunktionen.
Es werden der momentane Zustand, frühere Erkrankungen und Erkrankungen der blutsverwandten Familie (Miasmen) besprochen, welche bei chronischen Erkrankungen eine große Rolle spielen.
Nach Hahnemann dienen vor allem die auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen Symptome des Krankheitsfalles der Mittelfindung. Die Kunst besteht darin, aus über 5.000 homöopathischen Mitteln das für den Patienten Passendste herauszufinden (Similimum).
Homöopathische Arzneimittel
werden durch Verreibung/ Potenzierung erzeugt. Das ist die stufenweise Verdünnung einer Arznei. Feste Substanzen werden verrieben, flüssige Substanzen werden verdünnt und verschüttelt.
Es gibt D (1:10), C (1:100) und LM oder Q-Potenzen (1:50.000).
Der Heilungsverlauf
und die Reaktion sollten beobachtet werden, da manchmal Folgemittel notwendig sind.
Literaturempfehlung
Medizin der Zukunft (Georgos Vithoulkas)